UNSERE 100 UND 10 JAHRE FEIER AM 22.OKTOBER 2014

Es war schön, berührend und für mich beglückend: So viele Gäste und die Atmosphäre einer Familie. Es war Rapunzel – wer sonst – die als Geschichte in den Abend und die folgenden (ab 2015) Märchenbegegnungen mit Haaren und anderen Symbolen einführte. Es war ein Miteinander, über die Deutung nachzudenken.

Hier einige Details:

Rapunzel, eine Pflanze für Geburtsregulierung wird zum Suchtmittel und Auslöser für eine großartige Entwicklung. Die Pflanze wird Namensgeber für das Suchende in uns, das so lange im Turm sitzt, nichts von der Welt weiß und erst als der Dritte, der Prinz dem Klang ihres Gesanges nicht widerstehen kann, wieder die Sucht, kommt das Leben in Gang. Rapunzel gebärt Zwillinge.

Die Gothel, die Urfrau muss den Zopf abschneiden, die Verbindung zur Erde, damit eben diese Einheit von Seele, Geist und Körper ins Erleben kommt: Rapunzel kommt in die Wüstenei, irrt umher bis sie wieder gehört wird und erlebt dann die Heilkraft ihrer Tränen.

Alte Zöpfe, wenn sie nur dem falschen Aufstieg, dem Wollen, dem Befehlen, Rapunzel, lass Dein Haar herunter... dienen, also auch den Konventionen, wie etwas zu sein hat... gehören abgeschnitten. Jedoch so geformt, dass sie den Klang des Wesens, der reinen Seele = Rapunzel im Turm, dienen können in der Welt wahrgenommen zu werden. Wahrnehmen heißt das Empfundene für Wahr halten. Bis zur Heilkraft, die in jedem ursprünglich vorhanden ist.

Es war ein schöner Abend, ich plane eine Fortsetzung, weil`s einfach Spaß macht.

Iris Weber


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